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Recht am eigenen Bild

Die Homepage der Comenius Schule in Herborn ist ein Teil unserer Schulkultur. Sie dient vor allem der Repräsentation nach Außen und der Informationsweitergabe an alle Mitglieder unserer Schulgemeinde. Die Aktualität und Lebendigkeit unserer Homepage ist uns ein großes Anliegen. Um diesen Grundsatz auszuführen, bedarf es Beiträgen in Text und Bild. 

Bei der Einstellung von Bildern müssen auch wir uns an die rechtlichen Grundlagen halten, die im Gesetz verankert sind. Der Gesetzestext sagt hierzu das Folgende:

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.“  (§ 22, Kunsturhebergesetz, KUG)

Bei minderjährigen Personen bis 12 Jahren, ist die Einwilligung durch die Erziehungsberechtigten zu erteilen. Bei minderjährigen Personen, die älter als 12 Jahre sind, ist sowohl die Einwilligung der Eltern, als auch der Schülerin bzw. des Schüler einzuholen. Um zu zeigen, dass wir eine lebendige und arbeitende Schule sind, ist es für unsere Arbeit von enormer Bedeutung Bilder auf unserer Homepage zu veröffentlichen. 

Eine Einverständniserklärung zur Veröffentlichung von Bildern auf unserer Schulhomepage und dem Jahrbuch erhalten Sie über die Klassenlehrer.  

http://www.rechtambild.de/2011/10/kunsturhg/#22 Hier können Sie die aktuellen rechtlichen Grundlagen im Einzelnen nachlesen.

Wer war Comenius?

Jan Amos Comenius (1592-1670)

Er war ein großer Theologe, Pädagoge und Begründer der modernen Pädagogik.
Die kürzeste Fassung einer Autobiografie aus seiner Feder lautet:

"Ich bin von Geburt ein Mähre,
der Sprache nach ein Böhme,
von Beruf ein Theologe."

Jan Amos Comenius hieß mit ursprünglichem Namen Jan Amos Komensky. Er wurde am 28.03.1592 in Nivinice, im östlichen Mähren, geboren. 1608 wurde er Schüler der brüderischen Lateinschule in Prerov.

Von 1611 bis 1614 studierte Comenius Theologie in Herborn und schloss seine akademische Ausbildung an der Universität Heidelberg ab.

Von 1614 bis 1627 beschäftigte er sich mit dem "Theater der Gesamtheit aller Dinge", einer Enzyklopädie des Wissens. Ab 1617, Comenius war inzwischen verheiratet und Vater zweier Söhne geworden, war er Vorsteher der Brüdergemeinde und -schule Fulnek. In dieser Zeit war auch schon seine Schrift "Vorschriften einer leichteren Grammatik" erschienen, die heute leider als verschollen gilt. Mit Beginn des 30-jährigen Krieges 1618 begann für Comenius ein Leben der Unruhe und Flucht. In jener Zeit starben seine Frau und seine kleinen Söhne an der Pest.

Von 1625 bis 1626 reiste Comenius nach Polen, Brandenburg und Holland.

Im Februar 1628 ging er ins Exil nach Lissa (Leczno) in Polen. Inzwischen, zum 2. Mal ver-heiratet und Vater einer Tochter, verfasste er den Welterfolg "Geöffnete Tür zu den Sprachen", die "Große Didaktik" und 1639 die "Pansophia christiana". Die Gedanken Comenius’ fanden in vielen Ländern Zuspruch.

Im Herbst 1641 traf Comenius nach einer Einladung des englischen Freundeskreises in London ein. Bald danach reiste Comenius nach Schweden. Der dort lebende Großkaufmann de Geer machte Comenius mit gleichgesinnten Gelehrten und Politikern bekannt.

Comenius wohnte von nun an mit seiner Familie in der Stadt Elbing. In dieser Zeit schuf er das bedeutende Werk "Die neueste Sprachmethode" (1644-1647).

Nachdem seine 2. Frau Dorothea verstorben war, kehrte er nach Lissa zurück und wurde Bischof der Unität. Dort schrieb er 1648 das "Testament der sterbenden Mutter Bruderunität".

Von 1650 bis 1654 war Comenius Gast der Siebenbürgischen Fürstenfamilie Rakoci in Un-garn. In dieser Phase entstanden 2 Werke, der pädagogischen Weltliteratur: "Die Welt in Bildern" und "Die Schule als Spiel". 1654 kehrte Comenius wieder nach Lissa zurück. Als 1656 Lissa zerstört wurde, floh Comenius in die Niederlande. Dort schrieb er die 3 Werke "Sämtliche didaktische Schriften", "Das Licht aus der Finsternis" und "Allgemeine Beratung über die Verbesserung der menschlichen Dinge". Die Handschrift des letzten Werkes blieb über 2 Jahrhunderte verborgen. Erst 1935 wurden sie in den Frankeschen Stiftungen zu Halle entdeckt.

Am 15.11.1670 starb Comenius in Amsterdam.

Quelle: Hoffmann, Franz: "Jan Amos Comenius", Leipzig, Jena, Berlin: Urania-Verlag, 1. Auflage, 1975

Grundsätze von Comenius

"Gib dich nicht mit Erledigtem ab, sondern mit dem, was als Aufgabe vor dir steht."

Comenius wollte, dass die Schüler:

  • Lesen und Schreiben lernen
  • Tier und Pflanzen kennen lernen
  • mit allen Sinnen lernen
  • selbst etwas tun dürfen
  • Geschichte verstehen lernen
  • handwerklich geschickt werden
  • fit für das Leben sind.
Comenius wollte, dass der Lehrer:
  • freundlich ist, zuhört, lobt, hilft und witzig ist.
Comenius wollte nicht, dass die Schüler:
  • auswendig lernen
  • still auf einem Stuhl sitzen.
Comenius wollte nicht, dass der Lehrer:
  • langweilig, böse und streng ist.