Was machen Mama und Papa eigentlich auf der Arbeit?

- Besuch der Klasse 6aM in der Herborner Pumpenfabrik -

 

Die Zeiten, in denen allgemeinbildende Schulen lediglich das Praktikum als randständigen Pflichtbeitrag zur Berufsorientierung beigesteuert haben, sind im Zeitalter der Mittelstufenschule glücklicherweise längst vorbei. Denn gerade diese Schulform, der die Comenius Schule als eine von wenigen Schulen angehört, hat sich einer handfesten Berufsorientierung „von Anfang an“ verschrieben. Ziel ist es, vorstellungsarmen Berufsbezeichnungen ein Gesicht zu geben und Firmennamen, die aus Schülersicht häufig nur bezugslosen Worthülsen gleichkommen, mit Inhalt und Leben zu füllen. Denn nur, wer weiß, wovon die Rede ist, kann später gezielte Entscheidungen für seine Berufswahl treffen.

Und so machten sich am 18.02.14 die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6aM

dank dem engagierten Vater einer Schülerin auf den Weg, dessen Arbeitsplatz, die Herborner Pumpenfabrik, zu erkunden. Dass man dort Pumpen herstelle, sei ja klar, aber was für welche? Und wie viele und wofür? Und aus welchem Material überhaupt? All diese und noch viele weitere Fragen wurden

während der neunzigminütigen Betriebsbesichtigung geduldig von den beiden Mitarbeitern Herrn Weyerich (Ausbildungsleiter) und Herrn Schäfer (Lehrling für Zerspanungsmechanik) beantwortet. 

Die Schülerinnen und Schüler durften in der Fertigungshalle sehen, wie Pumpenteile durch Drehen und Fräsen bearbeitet und in der Montagehalle zusammengebaut wurden. Unangefochtenes Highlight stellte jedoch die Gießerei dar, in der Eisen bei ca. 1400 Grad geschmolzen und in Formen gegossen wurde. Zuletzt erfuhren wir, dass „unser Papa“ für das Funktionieren fast aller Computer gesteuerten Maschinen in der Fabrik zuständig ist.

Alles in allem war es ein eindrucksvoller und lohnender Unterrichtsgang, den die Kinder in Form von Präsentationen aufbereiten und sicherlich in lebendiger Erinnerung behalten werden. Sie wissen jetzt schon recht genau, was sich hinter der dem Namen der Herborner Pumpenfabrik verbirgt! Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei Herrn Dobrowsky, Herrn Weyerich und Herrn Schäfer.

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